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Halbindien // Betuppen erbeten

Betuppen erbeten

Manchmal ist das Leben einfacher, wenn man sich uebers Ohr hauen laesst und so tut, als haette man’s nicht bemerkt. Des Neinsagens und Verhandelns muede, haben wir das auf dem beruehmten Devaraja-Markt in Mysore so gehalten.
devaraja.jpg
Von Touristen angefertigtes Touristenfoto

Teurer Tand schluepfte in unsere Rucksaecke. Man soll eigentlich auch niemals Rickschafahrern nachgeben, die so nen super Laden um die Ecke kennen und einen fuer 20 Pfennig dahin fahren wollen. Aber interessant ist auch, wenn man’s dann eben doch tut. Kostspieliger Kappes fand in unseren Besitz. Ich finde, wenn die Preise nach unserer Lesart laecherlich niedrig sind, darf auch die Schlitzohrenwirtschaft ein bisschen vom Tourismus profitieren, solange sie ihre Dienstleistung freundlich erbringt. Echte Traveller schauen auf Leute mit unserer Denkweise natuerlich herab. Aber was soll man von Menschen erwarten, die mehrere Hundert Mal so reich sind wie die Einwohner der von ihnen bereisten Laender, und die dort dann noch jeden Paisa umdrehen?
Der Erfolg unserer Ermuedungsnaivitaet liess uns nach einem weiteren Erlebnis folgende Richtschnur knuepfen:
Wenn einen ein liebenswuerdiger, gut Englisch sprechender Fremder anspricht, kann man sich ruhig auf ein Gespraech einlassen. Er darf einen auch getrost durch die halbe Stadt auf einen “alten Markt” fuehren. Es ist in Ordnung, von dem Mann einen Tee ausgegeben zu bekommen (wenn man zu zweit ist und das ganze auf einer belebten Strasse im Freien stattfindet). Will er dann in ein dunkles Gebaeude in einer verlotterten Gasse locken, darf man guten Gewissens ablehnen. Man muss dann aber mit der Gewissheit leben, nie zu erfahren, was einen dort erwartet haette…
Erleichtert beguckten wir unsere Einkaeufe im oasengleichen Anokhi Garden. Ausser Yoga-Aficionados trafen wir dort einen Belgier, der schon ueber 60 Mal in Indien war (’Did you com to India to enjoie or to soffeur?’).

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